Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.
AGB / Impressum
 

Allgemeine Geschäftsbedingungen für Übersetzungsaufträge (Stand 01/2015)

Mit der Erteilung eines Auftrags gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen in ihrem vollen Umfang von dem Auftraggeber als anerkannt.

1. Geltungsbereich

(1) Diese Auftragsbedingungen gelten für alle Verträge über Übersetzungsdienstleistungen zwischen dem Übersetzer (Auftragnehmer), und dessen Kunden (Auftraggeber), soweit nicht etwas anderes ausdrücklich vereinbart oder gesetzlich unabdingbar vorgeschrieben ist. Die AGB werden vom Auftraggeber durch die Auftragserteilung anerkannt und gelten für die gesamte Dauer der Geschäftsverbindung.

(2) Allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers sind für den Auftragnehmer nur verbindlich, wenn er sie ausdrücklich anerkannt hat.

2. Leistung des Auftragnehmers, Mitwirkungspflicht des Auftraggebers

(1)Die Übersetzung wird nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Berufsausübung sorgfältig ausgeführt. Der Auftraggeber erhält die vertraglich vereinbarte Ausfertigung der Übersetzung.

(2) Informationen und Unterlagen (z.B. Glossare, Paralleltexte, Abbildungen etc.), die zur Erstellung der Übersetzung notwendig sind, sind rechtzeitig zur Verfügung zu stellen. Fehler, die sich aus der Nichterhaltung dieser Obliegenheiten ergeben, gehen nicht zu Lasten des Auftragnehmers. Fachausdrücke werden, sofern keine Unterlagen oder besondere Anweisungen durch den Auftraggeber beigefügt worden sind, in die allgemein übliche, lexikalisch vertretbare bzw. allgemein verständliche Version übersetzt. Stilistische Verbesserungen und Anpassung an branchen- oder hausinterne Terminologie gelten nicht als Übersetzungsmängel.

(3) Mängel in der Übersetzung, die auf schlecht lesbare, fehlerhafte oder unvollständige Textvorlagen oder auf fehlerhafte oder falsche kundeneigene Terminologie zurückzuführen sind, fallen nicht in den Verantwortungsbereich des Auftragnehmers.

(4) Der Auftragnehmer behält sich vor, bei Unklarheiten im Urtext beim Auftraggeber zurückzufragen. Der Auftragnehmer hat jedoch wahlweise auch das Recht, in einem solchen Fall nach bestem Wissen eine Übersetzung aufgrund des zu verstehenden Sinngehalts zu erstellen.

(5) Fehler und Verzögerungen, die sich aus der mangelnden oder verzögerten Lieferung von Informationsmaterial und Anweisungen ergeben, gehen nicht zu Lasten des Auftragnehmers.

(6) Der Auftraggeber übernimmt die Haftung für die Rechte an einem Text und stellt sicher, dass eine Übersetzung angefertigt werden darf. Von entsprechenden Ansprüchen Dritter stellt er den Auftragnehmer frei.

(7) Der Auftraggeber hat den Auftragnehmer rechtzeitig über gewünschte Ausführungsformen der Übersetzung zu unterrichten (Verwendungszweck, Lieferung auf Datenträgern, Anzahl der Ausfertigungen, Druckreife, äußere Form der Übersetzung, Beglaubigung etc.). Ist die Übersetzung für den Druck bestimmt, überlässt der Auftraggeber dem Übersetzer einen Korrekturabzug rechtzeitig vor Drucklegung, sodass der Übersetzer eventuelle Fehler beseitigen kann. Namen und Zahlen sind vom Auftraggeber zu überprüfen.

3. Berufsgeheimnis

Der Auftragnehmer verpflichtet sich, die vom Auftraggeber überlassenen Informationen und Unterlagen vertraulich zu behandeln und Stillschweigen über alle Tatsachen zu bewahren, die im Zusammenhang mit der Tätigkeit für den Auftraggeber bekannt werden.

4. Mitwirkung Dritter

(1) Der Auftragnehmer ist berechtigt, zur Ausführung des Auftrages Mitarbeiter oder fachkundige Dritte heranzuziehen.

(2) Bei Heranziehung fachkundiger Dritter hat der Auftragnehmer dafür zu sorgen, dass sich diese zur Verschwiegenheit entsprechend Nr. 3 verpflichten.

5. Berechnungsgrundlage / Vergütung

(1) Berechnungsgrundlage der Leistung ist die vom Auftragnehmer ausgegebene aktuelle Honorarliste und berechnet sich im Honorarrahmen nach Umfang und Schwierigkeit des Auftrags. Der Umfang der Übersetzung wird anhand der übersetzten Wörter in der Zielsprache der fertigen Übersetzung mittels Zählprogramm ermittelt oder es wird mit dem Auftraggeber ein Pauschalpreis vereinbart. Für die Erledigung von Eilaufträgen, deren Ausfertigung die Leistung von Überstunden außerhalb der regulären Arbeitszeit (z.B. über das Wochenende) erforderlich macht, wird ein Zuschlag von bis zu 50% in Rechnung gestellt. Die Übersetzungen werden, soweit möglich, in der Raumeinteilung dem Ausgangstext angepasst. Exakte Wiedergabe des Layouts des Ausgangstextes oder Abweichungen und Sonderwünsche müssen dem Auftragnehmer angezeigt werden und sind mit Mehrkosten verbunden.

(2) Kostenvoranschläge können auf Anfrage erteilt werden. Nach Überprüfung des Textes und etwaiger Sonderwünsche des Auftraggebers wird ein Kostenvoranschlag erstellt. Maßgebend für die Berechnung ist jedoch die tatsächliche Länge des vom Auftraggeber gelieferten Textes oder eine gesonderte schriftliche Vereinbarung.

(3) Ist die Höhe des Honorars nicht vereinbart, so ist eine nach Art und Schwierigkeit angemessene und übliche Vergütung geschuldet. Hierbei gelten mindestens die im Gesetz über die Entschädigung von Zeugen und Sachverständigen aufgeführten Sätze als angemessen und üblich.

(4) Die Vergütung ist gemäß der Vereinbarung per Vorkasse, bei Abholung in bar, innerhalb von 3 Werktagen bzw. spätestens 14 Tage nach Rechnungsstellung fällig.

(5)Befindet sich der Auftraggeber mit der Zahlung in Verzug, so werden Verzugszinsen mit 5% p.a. über dem Diskontsatz der Bundesbank berechnet. Darüber hinaus werden Mahnkosten berechnet. Vereinbarte Rabatte und Nachlässe entfallen, wenn der Auftragnehmer nach vergeblicher Mahnung rechtliche Schritte zur Einziehung des Betrages einleiten muss. In diesem Fall richtet sich die Vergütung nach der aktuellen Honorarliste.

(6) Der Auftraggeber kann nur mit schriftlich anerkannten oder rechtskräftig festgestellten Forderungen gegen fällige Forderungen des Auftragnehmers aufrechnen.

(7) Alle Preise verstehen sich netto, die gesetzliche Mehrwertsteuer wird gem. § 19 UStG (Besteuerung der Kleinunternehmer) nicht berechnet.

(8) Der Auftragnehmer hat neben dem vereinbarten Honorar Anspruch auf die Erstattung der tatsächlich anfallenden Aufwendungen. Korrekturarbeiten werden nach Aufwand berechnet. Der Auftragnehmer kann bei umfangreichen Übersetzungen einen Vorschuss verlangen, der für die Durchführung der Übersetzung objektiv notwendig ist. Er kann die Übergabe seiner Arbeit von der vorherigen Zahlung seines vollen Honorars abhängig machen.

6. Texteinstufung

Erst nach gründlicher Prüfung kann die Schwierigkeit eines Textes und die für die Übersetzung notwendige Lieferzeit festgelegt werden. Die Einstufung der Schwierigkeit liegt im Ermessen des Auftragnehmers. Allgemeine Texte sind alle Texte, die eine einfache Gesamtkomposition haben und nur einige Fach- oder Sonderbegriffe enthalten. Fachtexte sind technische Texte und Texte, welche eine schwere Gesamtkomposition oder zahlreiche Fachausdrücke haben, darunter Bedienungsanweisungen, Verträge, Geschäfts- und Forschungsberichte, anspruchsvolle Geschäftskorrespondenz und Werbematerial.

7. Ausführung und Mängelbeseitigung

(1) Lieferfristen und -termine werden bei Auftragsvergabe vereinbart und sind bindend. Der Auftragnehmer kommt jedoch nicht in Verzug, solange die Leistung infolge eines Umstandes unterbleibt, den er nicht zu vertreten hat. Beruht die Nichteinhaltung eines Liefertermins auf höherer Gewalt, so ist der Auftragnehmer berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten oder vom Auftraggeber eine angemessene Nachfrist zu verlangen. Weitergehende Rechte, insbesondere Schadensersatzansprüche, sind in diesen Fällen ausgeschlossen.

(2) Ablieferungstermine werden erst verbindlich, wenn sie vom Auftragnehmer schriftlich bestätigt wurde. Sollte der Auftragnehmer in Verzug geraten, muss der Auftraggeber dem Auftragnehmer eine angemessene Nachfrist setzen. Nach Ablauf dieser Nachfrist kann er vom Abschluss zurücktreten, wenn ihm die Übersetzung nicht bis zu diesem Zeitpunkt als versendet gemeldet werden kann.

8. Eigentumsvorbehalt und Urheberrecht

(1) Übersetzungen bleiben bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Auftragnehmers. Bis dahin hat der Auftraggeber kein Nutzungsrecht.

(2) Der Auftragnehmer behält sich sein Urheberrecht vor.


9. Vertragskündigung

Der Auftraggeber kann den Vertrag bis zur Fertigstellung der Übersetzungsarbeit nur aus wichtigem Grund kündigen. Die Kündigung ist nur dann wirksam, wenn sie dem Auftragnehmer gegenüber schriftlich erklärt wurde. Dem Auftragnehmer steht in diesem Fall bei Übersetzungsaufträgen ein Honorar, das sich nach der vereinbarten Berechnungsgrundlage und dem bis zum Zeitpunkt der Kündigung erbrachten Leistungen bemisst.

10. Anwendbares Recht

(1) Für den Auftrag und alle sich daraus ergebenden Ansprüche gilt deutsches Recht.

(2) Erfüllungsort ist der Sitz der beruflichen Niederlassung des Auftragnehmers.

(3) Gerichtsstand ist der Erfüllungsort.

11. Salvatorische Klausel

Die Wirksamkeit dieser Auftragsbedingungen wird durch die Nichtigkeit oder Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen nicht berührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine gültige zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Ergebnis bzw. dem angestrebten Zweck möglichst nahe kommt.

12. Änderungen und Ergänzungen

Änderungen und Ergänzungen dieser AGB sind nur gültig, wenn sie schriftlich vereinbart worden sind. Dies gilt auch für das Schriftformerfordernis selbst.



(nach oben)